John McLaughlin – Black Light

[Scheibe der Woche 42/2026]

Beim Sortieren alter Fotos bin ich auf Bilder von einem Konzert mit John McLaughlin gestoßen, das er vor vier Jahren mit seiner Band 4th Dimension auf der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein in Würselen gegeben hat. Es war ein großartiges Konzert, und ich war echt froh, dabei gewesen zu sein. Neben John spielten bei diesem Auftritt der kongeniale Keyboarder (und Drummer) Gary Husband, Étienne M’Bappé am Bass und Nicolas Viccaro an den Drums.

Die Besetzung entsprach dabei weitgehend der Formation auf seinem letzten Studioalbum mit der 4th Dimension, Black Light, das ich zur Scheibe der Woche ausgewählt habe. Lediglich Ranjit Barot konnte aus gesundheitlichen Gründen in Würselen nicht dabei sein.

Schon der Opener „Here Comes the Jiis“ macht klar, wohin die Reise geht: treibende Drums, ein wendiger Bass und McLaughlins rasante Gitarrenläufe greifen ineinander, als hätten die Musiker einen gemeinsamen Puls, der ihnen jederzeit noch eine zusätzliche Drehzahl erlaubt. Auch „Clap Your Hand“ hat ordentlich Dampf, wobei sich die Rhythmusgruppe mit verschachtelten Grooves und perkussiven Einwürfen regelrecht gegenseitig anfeuert.

Doch Black Light besteht keineswegs nur aus Hochgeschwindigkeitsfahrten. „Being You Being Me“ nimmt deutlich Tempo heraus und setzt auf eine entspanntere, beinahe schwebende Atmosphäre. In „Gaza City“ sorgen sanfte Synthesizerklänge und eine zurückhaltende Melodieführung für einen reizvollen Kontrast zu den komplexen Rhythmen der übrigen Stücke.

Für mich ist Black Light ein fantastisches Highlight der 4th Dimension-Ära. Muss man (mehrfach) gehört haben! → ♪(๑ᴖ◡ᴖ๑)♪