Norside - Coal & Soul

[Scheibe der Woche 36/2026]

Das heute vorgesetllte Album von Norside ist vor gut einem Monat erschienen. Norsides Sound baut auf dem klassischen Orgeltrio-Format auf und treibt den Retro-Trio-Ansatz auf „Coal & Soul“ mit zeitgenössischen Grooves und Improvisationen sowie dem gelegentlichen Einsatz von Bläsern mächtig voran. Insbesondere der vom Afrobeat geprägte Titeltrack „Coal & Soul“ bekommt durch die Steeltown Horns noch einmal ordentlich Extra-Drive.

Bezüge zum Delvon LaMarr Organ Trio sind durchaus hörbar, wenngleich Norside hier ihre ganz eigene Spielart aus Soul-Jazz, Funk und zeitgenössischen Grooves entfalten.

Es ist fast unmöglich, sich nicht in Norsides knallhartem Funk zu verlieren, wenn sie ein knackiges Riff finden, den Groove festnageln und deine Beine zum Schwingen bringen. Keyboarder Skip Sanders übernimmt mit seiner Orgel auch den Bass und kombiniert ihn mit Notenspritzern, die jede Melodie in den roten Bereich treiben. Gitarrist Glenn Struther verzahnt sein Stakkato-Picking oft mit Sanders' Orgelspiel, bevor beide zu ihren Soli ansetzen. Drummer Steve Ippolito ist der kongeniale Partner und veredelt den Groove zu einem stets treibenden Klangfeuerwerk.

Wenn es irgendwas an dem Album zu bemängeln gibt, dann die Länge. Nach knapp 38 Minuten ist der Spaß vorbei. Ich glaub', ich drück noch mal auf Start! 😊   ♪(๑ᴖ◡ᴖ๑)♪