Robben Ford – Two Shades of Blue


[Scheibe der Woche 39/2026]
Eine neue Woche – eine neue Scheibe: Diesmal ist es das jüngste Werk eines Jazz- und Blues-Gitarristen, der schon länger im Geschäft ist. Robben Ford stand schon früh mit Charlie Musselwhite, Joni Mitchell und Miles Davis auf der Bühne und hat dabei immer munter die Grenzen zwischen Blues, Jazz, Rock und Fusion. Er hat stets die Abwechslung geliebt und wollte musikalisch immer wieder etwas anderes ausprobieren.
Two Shades of Blue setzt diese Haltung konsequent fort – kein Nostalgiealbum, sondern eine Platte eines erfahrenen Musikers, der immer noch neugierig ist und Neues auszuprobieren will. Dabei war das Album ursprünglich sogar als Hommage an Jeff Beck gedacht. Für das Projekt legte sich Ford eine neue Stratocaster zu, bekam ein neues Pedalboard und wollte sich bewusst auf musikalisches Neuland begeben. Während der Aufnahmen entwickelte sich das Ganze dann allerdings in eine eigene Richtung.
Eingespielt wurde das Album in den USA und in London mit unterschiedlichen Bands. Gerade die Londoner Sessions in den Eastcote Studios scheinen Ford ordentlich beflügelt zu haben. Funkige Blues-Grooves treffen auf ausgedehnte Instrumentalpassagen, Jazz-, Rock- und Fusion-Einflüsse mischen sich mit seinem Blues. Dabei geht es Ford nicht darum, möglichst spektakulär zu zeigen, was er auf der Gitarre kann. Die Songs dürfen sich entwickeln, atmen und auch mal in unerwartete Richtungen abbiegen. Man hört, dass hier ausprobiert und experimentiert wurde, statt einfach ein fertiges Rezept abzuarbeiten.
Falls du es auch hören willst: → ♪(๑ᴖ◡ᴖ๑)♪