Screaming Headless Torsos – 1995

[Scheibe der Woche 44/2026]

Mit dieser Scheibe ging’s los. 1995 haben die Screaming Headless Torsos mit ihrem gleichnamigen Debütalbum auf Discovery ordentlich für Wirbel gesorgt. Gitarrist David „Fuze“ Fiuczynski - bisher hauptsächlich als Begleitmusiker tätig - stand nun ganz vorne. Und das passte wie die Faust aufs Auge: Sein virtuoses, vielseitiges Spiel passte perfekt zu dieser Band. Neben Neuinterpretationen von Bill Evans und Miles Davis gab es zehn eigene Songs, die im Opener „Vinnie“ mit dem Label „Jazz-Funk-Thrash-Rock“ versehen wurden. Passt.

Sieben Jahre später hat Fuze das Ding unter dem Titel „1995“ auf seinem eigenen Label Fuzelicious Morsels nochmal rausgehauen. Der Sound ist aufgefrischt, und es gibt ein paar Bonbons obendrauf, zum Beispiel eine herrlich verdrehte Version von Hendrix’ „Little Wing“ und zum Schluss das angenehm sperrige „Something“.

Bowman wird zwischendurch auch mal ernst, etwa bei einem Requiem für Sarajevo. Meistens ist er aber gut drauf und singt über die schönen Dinge im Leben und darüber, wie befreiend Musik sein kann. Auch die Truppe drumherum ist top. Jojo Mayer (Depart, Intergalactic Maiden Ballet) sitzt am Schlagzeug und kann ebenfalls so ziemlich alles. Daniel Sadownick gibt dem Ganzen mit seiner Percussion Tiefe und Struktur, ohne dass der Schwung flöten geht. Das Beste ist aber, dass die Band wirklich als Einheit funktioniert. Egal wie wild es wird!

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Als Bonus noch ein neueres Video der Screaming Headless Torsos mit dem alten Beatles-Evergreen ‚Something‘: