Blaze 1 von Bridget Riley


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[Passt vielleicht ganz gut zum vorherigen Beitrag, obwohl seit mehreren Dekaden klar sein dürfte, dass es sich hier zweifellos um Kunst handelt.]

"Blaze 1" ist ein Frühwerk von Bridget Riley, das erstmalig 1963 in London ausgestellt wurde. Mit diesem Werk ist Riley international bekannt geworden.

Obwohl es wie eine Spirale aussieht, besteht Blaze 1 aus einer Folge konzentrischer Kreise, die aus Zickzacklinien bestehen. Dort, wo die Zickzacklinien eines Kreises auf die des nächsten treffen, entstehen neue Muster, und die Komposition scheint sich zu drehen. Dadurch entsteht der Eindruck von Bewegung.

Bridget Rileys Blaze ist mehr als ein Gemälde – es ist ein visuelles Phänomen, das die Grenzen der Wahrnehmung in der modernen Kunst neu definiert hat. Im Gegensatz zu konventionellen Kunstwerken, die sich auf einen erzählerischen oder emotionalen Ausdruck stützen, funktioniert Blaze auf einer rein optischen Ebene und fordert das Auge heraus, sich verändernde Muster mit statischen Oberflächen in Einklang zu bringen. Die hypnotischen Kurven und rhythmischen Wiederholungen erzeugen einen Effekt, der fast lebendig wirkt und den Betrachter in einen Strudel visueller Spannung zieht.

Wer noch tiefer eintauchen will, sollte einen Blick in die National Galleries of Scotland (Edinburgh) werfen. Dort hängt das Originalgemälde als langfristige Dauerleihgabe aus einer Privatsammlung.  Eine offizielle Grafik-Variante der Serie aus dem Jahr 1964 wird in der Sammlung der berühmten Tate Modern in London aufbewahrt.