Museum Insel Hombroich - Kunst ohne Schilder


Insel Hombroich ist anders als die meisten Museen: Keine Wandtexte, keine Audioguides, keine Schilder mit Künstlername und Jahreszahl. Stattdessen: Wiesen, Bäume, Wasserläufe, kleine Backsteinhäuser mitten im Grünen.
Angefangen hat alles in den 1980er-Jahren. Der Düsseldorfer Kunstsammler und Immobilienunternehmer Karl-Heinrich Müller kaufte das Gelände an der Erft, um es vor einer Bebauung zu bewahren. Gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Bernhard Korte gestaltete er die Fläche behutsam um: Bäche wurden wiederhergestellt, Obstwiesen und Wege angelegt.
Dazu kam der Bildhauer Erwin Heerich, der die Pavillons entwarf. Das sind keine Standard-Museumskisten, sondern klare, geometrische Backsteinbauten mit Namen wie Labyrinth, Turm oder Zwölf-Räume-Haus. Jeder Pavillon ist selbst ein Kunstwerk – und drinnen hängt oder steht oft noch mehr davon.

Und weil es keine Beschriftungen gibt, bist du auf dich selbst gestellt. Du schaust, fragst dich, was du da gerade siehst, und darfst auch einfach mal nichts davon verstehen. Das ist entspannter, als es klingt. Wer mehr wissen will, kann sich vor Ort informieren. Aber zuerst zählt, was die Kunst mit dir macht.
Die Sammlung ist bunt gemischt – und das mit Absicht. Zeitgenössische Kunst trifft auf Werke aus anderen Epochen und Kulturen, darunter asiatische Skulpturen. Du findest Malerei, Skulpturen und Objekte. Manches erschließt sich allerdings erst auf den zweiten Blick. Welche Werke gerade in welchem Haus zu sehen sind, wechselt allerdings – ein Blick auf die offizielle Website lohnt sich also.
PS: Und hier gibt es noch eine kleine Galerie zum Ausflug. 😊
